24 Stunden-Rennen light
--- Es hat nicht sollen sein ....
Das 41. ADAC Zurich 24h-Stunden-Rennen dürfte als kürzeste, aber auch ereignisreichste in die Geschichte eingehen.
Vor vollen Rängen rund um die Nürburgring-Nordschleife gingen am Pfingstwochenende fast 180 Starter auf die Jagd zwei Mal rund um die Uhr, bei der am Ende mit Bernd Schneider, Jeroen Bleekemolen, Sean Edwards und Nicki Thiim auf einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 erstmals ein Mercedes-Team vorne lag
 
Vor fast 210 000 Zuschauern zwangen sintflutartige Regenfälle die Verantwortlichen des 24h-Rennen 2013 die Hatz durch die „Grüne Hölle“ nach knapp sechs Stunden mit der roten Flagge abzubrechen. Die Sichtweite und die Wassermenge auf der Piste machten eine Fortsetzung unmöglich. Die Gefahr war einfach zu groß. Erst am Morgen, nach fast 10-stündiger  Unterbrechung konnte das Rennen, immer noch unter schwierigsten Bedingungen, wieder aufgenommen werden.
Hatte unser BMW 325i beim Rennabbruch noch auf Rang vier der Klasse V4 gelegen, zum Jubiläum zum 10-jährigen Bestehen des Teams sollte ein Klassensieg eingefahren werden, wurde dies durch zwei Ausrutscher verhindert. Die erste Standzeit von 21 Minuten bescherte uns ein Ausrutscher ins Kiesbett im Michael Schumacher S. Leider konnten wir uns aus eigener Kraft nicht befreien und waren auf den DMSB Wagen angewiesen, der aber wegen der extremen Bedingungen an anderer Stelle erst noch im Einsatz war. Das warf uns dann auf Platz 4 und einer Runde Rückstand zurück.
Da wir in Zugzwang auf die Führenden waren versuchten die Piloten bei den widrigen Witterungsverhältnissen an die Grenzen des Machbaren zu gehen. Der Restart um 08:00 Uhr ging auch wieder bei sintflutartigen Regenfällen von statten. Rolf Derscheid konnte die beiden vor ihm fahrenden Fahrzeuge überholen und hängte sich an einen Toyota um sich ziehen zu lassen.
In der Porschekurve im Klostertal stand dann so extrem viel Wasser das der BMW aufschwamm und von der Strecke abkam und in den Leitschienen einschlug. Die Fahrt zur Box glich mit dem schiefstehenden Hinterrad einem Eiertanz. Die Mechaniker machten einen tollen Job. Nach 38 Minuten verließ der BMW mit neuen Achsteilen und frisch Vermessen die Box.
Michael Flehmer begann dann die Aufholjagd auf Regenräder. Schorle übernahm nach 9 Runden und bekam bei abtrocknender Strecke Slicks aufgezogen. Mark Giesbrecht übernahm dann das Auto auf P7 und fuhr bei immer wieder einsetzendem Nieselregen konstante Zeiten.
Den Schlußturn krönte dann Rolf Derscheid mit der schnellsten Runde in der Klassen V4, was aber schlußendlich keine Verbesserung der Platzierung brachte.
Am Ende war dann nur noch Rang sieben in der Klasse und Position 94 im Gesamtklassement möglich.
„Wir hatten uns zum Jubiläum mehr erhofft, es wäre auch durchaus ein Klassensieg möglich gewesen. Aber bei diesen extremen Verhältnissen ist mir dann die Straße ausgegangen und ich bin in den Leitplanken eingeschlagen. Eine gute Vorbereitung des Fahrzeuges, wir hatten keinerlei technische Probleme, hätten alles möglich gemacht. Trotzdem haben wir viele der stärkeren Fahrzeuge in der Gesamtwertung noch hinter uns gelassen.“ so der Teamchef Rolf Derscheid.
Nach dem Rennen ist vor dem Rennen, so daß 2014 ein neuer Anlauf gemacht wird.
Hier ein Paar Impressionen des 2013 er 24h Rennens