Start Ziel Sieg bei schwierigen Bedingungen

 

Über 200 Autos auf der Piste heißt gelb gelb und nochmal gelb. Nachdem unser Auto bereits am Freitag problemlos gelaufen ist, fuhr Schorle die ersten beiden Trainingsrunden.  Er fand keine freie Runde. Michael übernahm das Auto und kam nach einer Runde entmutigt wieder rein und meinte „da kann man nicht fahren, da ist  überall gelb “.  Rolf Derscheid entschloss sich zu warten.  Im letzten Trainingsdrittel ging er raus zum Training. Mit neuen Reifen ging es über die Nordschleife . Auf der Döttinger Höhe lieferte ihm noch ein Opel Astra einen perfekten Windschatten, so daß er bereits in der ersten Trainingsrunde  mit einer 9:57 das Auto auf Startplatz eins in der Klasse stellen konnte. Bereits die zweite Runde hatte dann wieder Gelbphasen, so das Derscheid in die Box kam. Man muß auch mal Glück haben meinte der sichtlich zufriedene Teamchef nach der guten Trainingszeit.

 

Rennverlauf

 

Michael  ist Start gefahren. Er konnte von Platz  1 aus starten. Bereits in der ersten Kurve kam es zu einem Unfall den Michael erkannte und rechtzeitig ausweichen konnte. Es kam zum ersten Abriß zur Konkurrenz. Dann auf der Nordschleife war es auch wieder so das Michael aufgrund seiner Erfahrung und seines Überblicks  und geschicktem Nutzen von Windschatten sich Runde um Rund absetzen konnte.

 

Unsere beiden Klassenkonkurrenten verstrickten sich im Zweikampf, was Micha eine freie Fahrt bescherte. Sein Stint war auch vielen Gelbphasen unterbrochen, so das er nicht richtig in den Rhythmus kam. Nach einer fehlerfreien Leistung im Feld der über 200 Starter kam er mit 35 Sekunden Vorsprung zum planmäßigen Boxenstopp. Die Derscheid Crew erledigte den Stopp in gewohnt schneller Manier.

 

An dem Wochenende wurden wir von Zoran Radulovic kurz „Schorle“ genannt verstärkt.  Der sympathische Typ aus dem Schwarzwald stellte bereits beim 24h Rennen auf dem Derscheid Auto sein Können unter Beweis.

 

Obwohl uns Regenprognosen den ganzen Tag begleiteten war das Wetter aufgeklart so daß die profillosen Slick Reifen weiterhin montiert blieben. Nun galt es für Schorle den Vorsprung von Flehmer zu halten. Er und das Auto wurden schnell eins, so daß er Runde um Runde den Vorsprung ausbauen konnte. Nach 9 Runden stand dann der nächste planmäßige Stopp an. Teamchef Rolf Derscheid stand bereit um das Auto zu übernehmen.  Der Himmel hatte sich mittlerweile zugezogen, aber es war noch kein Wetter  für die Regenreifen. Also wurde im Stopp wieder Slicks aufgezogen.

 

Nach  einem fehlerfreien Boxenstopp  ging es für Derscheid auf die Piste. Auch er haderte mit den langsamen Fahrern auf den schnellen Autos, konnte aber Runde um Runde den Vorsprung ausbauen. Dann kam das was kommen musste. Der Regen setzte ein und machte den Ring zur Rutschbahn. Derscheid immer noch mit den profillosen Pneus unterwegs, musste in den folgenden Runden seine ganze Erfahrung und sein Können aufbieten um das Auto auf der Strecke zu halten. Da keine Besserung in Sicht war entschloss er sich auf Regenräder zu wechseln.  Nach dem Stopp ging es dann wieder gut voran, bis nach 4 Runden die Strecke wieder einen Wechsel auf die profillosen Pneus erforderte. Aber bereits nach 3 Runden war wieder Schluß damit da heftige Regenschauer einsetzten. Derscheid wechselte wieder auf Regenräder und übergab das Auto mit über 3 Minuten Vorsprung an Michael Flehmer, der dann den Klassensieg beim 6 Stunden Rennen nach Hause fuhr.

 

 

 

Stimmen nach dem Rennen.

 

Michael Flehmer:

 

Das Auto war wie immer in Top Form. Ich konnte von Anfang an pushen ohne das Auto zu hart rannehmen zu müssen.  Durch die ganzen Gelbphasen fand ich allerdings keinen Rhythmus, der zu noch besseren Zeiten geführt hätte.

 

Schorle

 

Das Team Derscheid hat mir ein perfektes Auto hingestellt. Es hat einfach Spaß gemacht zu fahren. Als ich über Funk hörte das der Konkurrent ein paar Sekunden schneller auf der Runde war konnte ich mit dem Wagen ohne Problem nachlegen und kontinuierlich schneller werden.

 

Rolf Derscheid

 

Ein Dank an meine Crew, die bei den schwierigen Bedingungen und der häufigen Wechselei der Räder einen guten Job  gemacht hat. Ebenso ein großes Dankeschön an meine Mitfahrer, die beide mit Ihrem  Können und Ihrer große Erfahrung den Klassensieg möglich gemacht haben.

 

Wir freuen uns jetzt auf den nächsten Lauf Mitte September